Dienstleistungen

Dienstleistung

  • Bachblütenmischungen
  • Blutdruck-Check
  • Blutzucker-Check
  • Ernährungsberatung (Abnehmen/Zunehmen)
  • Hauslieferungen
  • Impf-Check
  • Beratung in Gesundheits-und Medikamentenfragen
  • Inkontinenzberatung
  • Interaktions-Check
  • Kompressionsstrumpf Anpassung
  • Medikamenten-Check
  • Pille danach
  • Polymedikations-Check
  • Raucherentwöhnung
  • Reiseberatung
  • Schwangerschafts-/Elternberatung
  • Urinanalyse-Check
  • Vitamin/Vitalstoffberatung
  • Wundversorgung

Integrierte Versorgung

Das Ziel der Apotheke im KSW ist es, alle involvierten Personengruppen vor und nach Spitalaustritt durch eine gegenseitige Vernetzung über die aktuelle Medikation des Patienten bestmöglich zu informieren und bei Spitalaustritt die Patienten mit den kurzfristig notwendigen Medikamenten zu versorgen. Hierfür wird einerseits aktiv mit den verschreibenden KSW-Ärzten zusammengearbeitet. Andererseits werden die Informationen zum Rezept und zum Bezug von Medikamenten elektronisch erfasst und an die nachgelagerten Stammapotheken weitergeleitet. Die pharmazeutische Nachbetreuung nach Spitalaustritt wird langfristig wieder über die Offizinapotheken oder den selbstdispensierenden Hausarzt gewährleistet.

Achtung vor Zecken

Zecken gehören zur Familie der Milben und sind Parasiten. Sie lauern auf Gräsern, kleinen Büschen auf ihren Wirt. Eine Art lauert auf ihren Wirt, andere sind Jäger und bewegen sich aktiv auf ihr Opfer zu. Dabei hilft ihnen ein "Sensor" (Haller-Organ, Chemorezeptor) welcher auf Kohlendioxid, Amoniak, Milchsäure oder Buttersäure durch Schweiss oder Atemluft vom Wirt abgegeben, reagiert.

Zecken können Krankheiten übertragen. Die bekanntesten sind die FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) und die Borreliose. Der FSME Virus wird beim Stich aus der Speicheldrüse der Zecke übertragen. Das FSME Virus kann zur gefährlichen Entzündung der Hirnhäute führen.

Gegen FSME kann man sich impfen (3 Dosen zu Zeitpunkt 0, 1, 6 Monate für FSME-Immun CC; 0,1 und 10 Monate für Encepur. Falls notwendig kann ein Schnellschema angewendet werden. Auffrischimpfungen werden alle 10 Jahre empfohlen; Link BAG).

Im Schnitt sind 2 bis 3% der Zecken träger des Virus. Wenn eine Zecke zubeisst wird der Virus fast immer übertragen. Das Bakterium, welches die Borreliose verursachen kann kommt bei Zecken im Verdauungstrakt vor. Zwischen 5-40% der Zecken sind Träger des Bakteriums. In der Regel dauert es ein paar Stunden bis die Zecke das Bakterium übeträgt. Darum ist es wichtig durch gründliches Absuchen des Körper nach z.B. einem Waldspaziergang die Zecke sofort richtig zu entfernen. Am besten nimmt man dazu eine Pinzette oder speziell dafür angefertigte Zeckenzangen und reisst sie sachte heraus. Man soll nicht drehen, keine Öle, Butter, Vaseline  etc. verwenden. Die Stelle soll danach desinfiziert und beobachtet werden. Der bekannte rote Ausschlag rund um den Zeckenstich tritt nicht in allen Fällen auf. Achten Sie auf Symtome, wie Abgeschlagenheit, Fieber etc. und kontaktieren Sie ansonsten den Arzt oder Fragen Sie in der Apotheke nach.

Irrtümer und nützliche Infos rund um Zecken

  • Nicht in jedem Fall einer Übertagung durch das Bakterium welches die Borreliose verursachen kann, bildet sich der bekannte rote Hautausschlag (Eythrema migrans). Bei einer Übertragung des Bakterium bildet sich der Ausschlag nur in etwa 40% der Fälle aus.
  • Die Empfehlung zur Impfung mit FSME: alle Erwachsenen und Kinder (im allgemeinen ab 6 Jahren), die in einem Endemiegebiet wohnen oder sich teilweise dort aufhalten. Es existieren Impfstoffe für Kinder ab dem 1. Jahr. Generell kann man sagen, dass bei Kinder eine FSME Erkrankung viel unkomplizierter abläuft als bei Erwachsenen. Deswegen sieht man oft vor einer Impfung bei Kleinkindern ab.
  • Nicht immer ist im Blut ein Nachweis der Bakterien möglich. Die Bakterien können sich tarnen und verstecken. Ein negativer Testbefund heisst also nicht immer, dass man nicht an Borreliose erkrankt ist.
  • Die Borreliose wird im Schnitt nach einem Biss erst 12 Stunden danach übertragen. Eine der wichtigsten Prophylaxe ist daher nach Aufenthalt im Freien den Körper gut nach Zecken abzusuchen und gegebenenfalls diese sauber zu entfernen.
  • Wurden Sie gebissen haben Sie bei uns die Möglichkeit die Zecke einschicken zu lassen und durch modernste Laboranalyse prüfen zu lassen ob diese Träger des Bakterium war. Die Zecke muss dafür nicht mehr leben.

 

Vitamin C: Der Allrounder

Vitamin C hat viele Funktionen im menschlichen Organismus


Antioxidans; Kollagensynthese (kräftigt das Bindegewebe, Kollagen ist verantwortlich für die Elastizität der Haut, Bändern, Sehnen, Blutgefässe, für Festigkeit der Zähne und Knochen); Carnitinsynthese; Neurotransmittersynthese (Norepinephrin und Serotonin); Entgiftung der Leber und Ausscheidung von Medikamenten und Chemikalien; Cholesterinabbau und -ausscheidung; Förderung der Eisenresorption; Kontrolle des Histaminspiegels; Immunkompetenz; Epinephrinproduktion.

Vitamin C ist ein wasserlösliches Vitamin, das der Mensch im Vergleich zu anderen Säugern nicht selbst produzieren kann. Im Laufe der Evolution ist diese Eigenschaften verloren gegangen. Eine Ziege z.B. produziert 200 mg Vitamin C pro Kg Körpergewicht. Der Mensch braucht laut allgemeinen Empfehlungen durch Nahrung aufgenommen etwa 1 mg pro Kg Körpergewicht.

Wie kommt dieser riesen Unterschied zustande und sollten wir demnach nicht viel mehr Vitamin C pro Tag zu uns nehmen?

Es hat sich herausgestellt, das der Mensch ein äusserst effizienter Verwerter von Vitamin C ist. Ein Protein namens Glut1, in der Zellmembran der roten Blutkörperchen, ist dafür verantwortlich. Glut1 bindet oxidiertes Vitamin C (als Antioxidans nicht mehrt wirksames Vitamin C) und schleust es in die Blutkörperchen ein. Dort angekommen wird es zu seiner aktiven Form reduziert. Im menschlichen Körper haben wir Milliarden roter Blutkörperchen und jedes trägt etwa 200`000 solcher Transportproteine, was uns zu einem sehr hohen Wirkungsgrad in der Vitamin C Verwertung verhilft.

Wann benötigen wir mehr Vitamin C?

Bei erhöhtem physischem Stress (Infektion, Fieber, Verbennung, Operationen, Muskel-und Knochentrauma); chronischen Erkrankungen (Hyperthyreose, rheumatische Arthritis, Diabetes, chronisches Nierenversagen); hohem Alkoholkonsum; erhöhtem Stress durch Oxidation von Chemikalien, Strahlungen und Schwermetalle; Medikamenten: Aspirin und orale Kontrazeptiva; Alter; Erhöhtem Wachstum: Kindheit, Adoleszenz, Schwangerschaft und Stillzeit; Rauchen

Man streitet sich seit Jahren über die empfohlene Tagesdosis. Professor Linus Pauling (1901-1994; Chemiker, zweifacher Nobelpreisträger, Begründer orthomolekularer Medizin) nahm jeden Tag 18 g Vitamin C in verschiedenen Formen zu sich und war der Meinung Vitamin C wirke noch an vielen anderen Stellen des Körper und hilft essentiell das Immunsystem zu stärken.

Der Herbst ist da!

Die Tage werden kürzer, Sonnenstunden rarer und die Temperaturen kühler. Was die Kälte mit unserem Körper macht und wie man sich vorbereiten und schützen kann:

In einer kalten Umgebung ziehen sich unsere Gefässe zusammen. Als erstes spüren wir das an der Haut. Äusserlich liegende Areale unsere Körper werden weniger durchblutet. Dazu gehören auch unsere Nasenschleimhäute. Um alle Areale doch noch mit genügend Blut und somit Sauerstoff versorgen zu können wird der Blutdruck auch durch vermehrte Ausschüttung von Stress-Hormonen (Katecholamine) erhöht. Auch führt die kalte Jahreszeit zu einer Vermehrung der schlechten Fettsäuren (LDL, Low Density Lipoprotein) in unserem Körper. Eine erhöhte Konzentration von LDL kann zur vermehrter Verkalkung der Arterien führen. Die kalte Luft führt auch zu einer Verengung unserer Bronchien. Asthma Patienten und Patienten mit chronischer Bronchitis können vermehrt leiden. Die Temperatursenkung an unseren Schleimhäuten kann eine Erkältung begünstigen. Viren fühlen sich in diesem Temperaturmilieu besonders wohl und können sich besser vermehren. Bei jedem Atemzug atmen wir trockene Luft ein und Atmen mit Wasser befüllte feuchte Luft wieder aus. Dieser Feuchtigkeitsverlust ist für unseren Körper nicht zu vernachlässigen. Wir sollten also auch im Winter auf eine genügende hohe Menge an Flüssigkeit achten, die wir zu uns nehmen

  • Achten Sie am Morgen darauf sich genügend warm anzuziehen. Am Morgen mit nassen Haaren aus dem Haus zu gehen kann eine Erkältung nach sich ziehen. Achten Sie auf die Temperaturen und wechseln Sie vielleicht jetzt schon auf andere Schuhe und dickere Kleidung-auch morgens mit einer Kappe aus dem Haus zu gehen ist keine dumme Idee.
  • Essen Sie ausgewogen. Nehmen Sie genügend Vitamine in Form von Früchten und Gemüse zu sich. Auch ein gutes Mutlivitamin Präparat über die kalte Jahreszeit einzunehmen ist eine gute Sache. Achten Sie darauf genügend gesunde (HDL, High Density Lipoprotein) Fettsäuren in Form von Fisch oder Fettsäurekapseln zu sich zu nehmen.
  • Achten Sie zu Hause auf eine gute Durchlüftung und auf eine ideales Wohnklima. Ein Luftbefeuchter kann schon zu erschwinglichen Preisen, auch in Ihrer Apotheke bezogen werden.
  • Bewegen Sie sich regelmässig. Sport aktiviert unser Immunsystem und stärkt es.
  • Gönnen Sie sich genügend Erholung, gehen Sie regelmässig an die frische Luft und schlafen Sie genug.

Wenn Antibiotika nicht mehr helfen

Eine der wichtigsten Waffen gegen bakterielle Infekte sind Antibiotika. Was wenn diese Waffen nicht mehr wirken?

Der zu schnelle Griff zu Antibiotika gegen z.T. harmlose Infekte und z.B. die Verwendung in der Tierzucht lassen immer mehr Resistenzen entstehen. Ein neues Medikament, ein neues Antibiotikum auf den Markt zu bringen ist zeitaufwändig sowie sehr teuer. Die Gefahr und Risiko für die Investoren, dass schnell nach Markteinführung Resistenzen auftreten, das Medikament unbrauchbar wird, kaum kalkulierbar.

Wieso werden Bakterien resistent?

Jeder Organismus hat das oberste Ziel zu überleben, so auch Bakterien. Wenn man z.B. immer und immer wieder, über die Zeit hinweg mit einem ungesunden Faktor, einem Stoff (hier Antibiotika) in Berührung kommt welchem einem schadet, einen töten kann, versucht die Natur Mechanismen, Techniken und Veränderungen zu entwickeln um diesen Faktor unschädlich zu machen, ihm auszuweichen, ihn zu eliminieren. Die Natur versucht alles um das individuelle Überleben eines Organismus zu schützen, zu bewahren.

Bakterien teilen, resp. vermehren sich sehr schnell (bis zu alle 20 Minuten). Bei jeder Teilung kann es zu sogenannten Mutationen (Veränderungen des Erbgutes, der DNA) kommen. Mutationen können generell für einen Organismus schlecht oder eben wie in diesem Fall für das Bakterium gut sein (für uns aber schlecht!). Dies kann dazu führen, dass das Antibiotikum dem Bakterium nun nichts mehr anhaben kann. Das Bakterium wurde resistent gegen das Antibiotikum.

Was wenn Antibiotika nicht mehr wirken?

Die Zahl der Todesfälle pro Jahr in der Europäischen Union aufgrund von Resistenten Keimen steigt weiter an (etwa 25`0000 pro Jahr)!

Faktoren welche Resistenzen fördern

  • In vielen Ländern kann man Antibiotika ohne Rezept beziehen und so werden dieses z.B. bei einfachen Erkältungen fälschlicherweise eingenommen
  • Breite Verwendung von Antibiotika in der industriellen Tierhaltung
  • Zu schnelle Verschreibung, Abgabe, Empfehlung durch Medizinalpersonen
  • Falsche, zu kurze oder zu stark dosierte Einnahme von Antibiotika
  • Essen von rohem Fleisch
  • Verwendung von Tier-Exkrementen in der Landwirtschaft
  • indirekt durch mangelnde Hygiene

 

Wie kann man dieses Problem lösen, was können dagegen machen?

  • Sensibilisierung, Aufklärung der Bevölkerung und Förderung der Prävention
  • Internationale und nationle Zusammenarbeit
  • Generell keine Abgabe von Antibiotikum ohne Rezept (in vielen Ländern sind Antibiotika nicht rezeptpflichtig)
  • Genaue Kontrollen, Verminderung, Verzicht in der industriellen Tierhaltung auf Antibiotika. Verbesserung sämtlicher präventiven Massnahmen zur Minimierung der Verbreitung von Infektionskrankheiten. Einhalten der Richtlinien, Empfehlungen zur umsichtigen Verwendung von Antibiotika
  • Lebensmittel auf enthaltene Resistenzen prüfen
  • Generelle Anreize fördern für verminderte Abgabe und geringeren Verbrauch von Antibiotika machen
  • Anreize für Forschung und Entwicklung von neuen Antibiotika schaffen
  • Unterlassung unverantwortlicher Verkaufsförderungspraktiken bei Antibiotika

Links

Priority pathogens list for R&D (research and development) of new antibiotics

Weltgesundheitsorganisation (WHO) Antibiotikaresistenz

Die Natur passt sich an

Pollen werden immer agressiver

Luftschadstoffe (Stickoxid, Ozon und C02) stressen die Pflanzen und so produzieren sie mehr Pollen. Neben den "herkömmlichen", Allergien auslösenden Faktoren sind die Pollen für Allergiker mit immer mehr entzündungsauslösenden Faktoren beladen. Allergene-Pflanzen reagieren z.B. auf Trockenheit mit der Produktion von mehr "Stress-Eiweissen". In der Schweiz leben heute im Vergleich zu noch vor 30 Jahren doppelt so viele Allergiker.

Bei einer allergischen Reaktion reagiert der Körper mit dem Einsatz des Immunsystems auf eine ansonsten harmlose Substanz (Allergen). Das Immunsystem kann hier nicht von "gut und böse" unterscheiden.

Ganz wichtig ist es einen sogenannten "Etagenwechsel" bei Allergiker zu verhindern-also den Wechsel von einer allergischen Rhinitis (Nase betreffend) zu einem allergischen Asthma (auch Lunge betreffend). Dies kann man durch Anwenden der richtigen Medikamente, Nasen-Spüllösungen etc. präventiv in vielen Fällen erfolgreich verhindern.

Fragen Sie uns danach wir beraten Sie sehr gerne

Irrtümer über den Sonnenschutz

1. Irrtum

Oft verwenden Personen Sonnenschutz mit geringerem Sonnenschutzfaktor (LSF) um doch braun zu werden.
Man wird auch mit einem Sonnenschutzfaktor LSF 50+ braun. Die Bräune hält sogar länger an und Sie sind besser gegen einen Sonnenbrand geschützt.

2. Irrtum

Auch gebräunte Haut braucht vor der aggressiven UV-Strahlung Schutz und nimmt ohne LSF auch Schaden, welcher sich z.B. durch vorzeitiges Altern der Haut und Altersflecken zeigen kann.

3. Irrtum

Durch Solariumbesuche bereiten Sie Ihre Haut nicht auf die Sonne vor. Die UV-A-Strahlung in den Solarien lässt Ihre Haut zwar schneller braun werden aber dies verschwindet auch schneller wieder. Die nötige "Lichtschwiele" (natürliche Barriere), welche vor einem Sonnenbrand teilweise schützt, wird durch den Gang ins Solarium nicht aufgebaut. Die UV-Dosis in einem Solarium ist im Durchschnitt etwa 10 mal höher als durch die Sonne und somit auch 10 mal schädlicher.

4. Irrtum

Auch im Schatten und wenn es bewölkt ist gelangt UV-Strahlung in Ihre Haut-Also auch dann eincrèmen.

5. Irrtum

Der Körper ist unter Wasser bis zu einem halben Meter nicht vor der UV-Strahlung geschützt (noch 60% UV-B und 85% UV-A Strahlung vorhanden). Verwenden Sie,  wenn Sie baden gehen, Sonnencrème welche wasserfest ist.

6. Irrtum

Nur spezielle UV-Kleidung schützt zuverlässig gegen die Strahlung. Normale Kleidung lässt die UV-Strahlen zu einem gewissen Masse durch (je dichter und dunkler der Stoff um so weniger kommt die Strahlung durch).

7. Irrtum

Die Sonnenstrahlung schwächt unser Immunsystem. Das bemerken Sie dadurch, dass z.B. Herpes bevorzugt im Sonnenurlaub auftritt und Autoimmunerkrankungen wie z.B. Neurodermitis oder Schuppenflechte besser werden.

Nicht die Suppe versalzen!

Ohne geht es nicht-Zu viel kann unserer Gesundheit schaden

Vor tausenden von Jahren war Salz wertvoller als das teuerste Edelmetall. Es wurde bei den Römer sogar als Währung eingesetzt. Heute ist es für jeden günstig zu erwerben. Beim Speisesalz handelt es sich um Natriumchlorid (NaCl). Ursprünglich wurde das Salz vor allem zur Konservierung von Speisen verwendet. Es existieren zahlreiche verschiedene Verfahren das Salz zu gewinnen. Mengenmässig am meisten beträgt die Gewinnung aus den Meeren. Die gesamte Menge an Salz in unseren Meeren beträgt schätzungsweise 50 Billiarden (10 mit 15 Nullen) Tonnen. Die Weltsalzgewinnung beträgt pro Jahr etwa 200 Millionen Tonnen. Ein Erwachsener Mensch von 70 kg braucht im Durchschnitt jeden Tag 4-6 g. Im Jahr macht das etwa 2 kg aus.

Unser Körper braucht Salz

Viele physiologische Reaktionen benötigen das Vorhandensein von Salz. Das Blut z.B. muss eine ganz bestimmte Konzentration an Salz haben um seine physiologischen Aufgaben richtig erfüllen zu können. Würden wir z.B. kein Salz zu uns nehmen, würde der Körper beginnen Wasser auszuscheiden um die Salzmenge in den Zellen aufrechtzuerhalten. Die Folge wäre ein Blutdruckabfall. Verschiedene Zellen in unserem Körper versuchen dies nun auszugleichen. Sie reagieren auf veränderte Salzkonzentrationen. Wenn zu wenig Salz im Körper vorhanden ist, werden Hormone ausgeschieden (z.B. Angiotensin I, dann Angiotensin II und dann Aldosteron), welche die Gefässe verengen und den Rücktransport von Natrium und Wasser aus dem Urin ins Blut fördert. So versucht der Körper einem Blutruckabfall entgegen zu wirken. Bei gewissen Menschen, welche "Salz sensitiv" sind, führt umgekehrt eine zu hohe extern zugeführte Menge an Salz zu einem Blutdruckanstieg. Im Durchschnitt werden schnell mehr als 10g Salz pro Tag konsumiert (durch Nachsalzen; durch verzehr mit Salz konservierte Lebensmittel etc.). Bei Kindern, welche immer zu viel Salz zu sich genommen haben, konnte man vermehrt im Erwachsenenalter chronisch erhöhte Blutdruckwerte feststellen. Bei Säuglingen nach der Geburt besteht noch keine Präferenz für Salz. Aber schon im Alter von 4 Monaten besteht eine klare Vorliebe für salzhaltige Substanzen. Mit 24 Monaten ungefähr haben sie gelernt salzhaltige von ungesalzenen Substanzen zu unterscheiden und bevorzugen ersteres. Die natürliche Vorliebe für Salz ist in unseren Genen verankert. Früher war Salz sehr rar und unsere Vorfahren mussten intensiv nach Salzquellen in der Natur suchen um den Körper ausreichend damit zu versorgen.